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Erstellt von Robert Jetter, Urdorf 2007

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  • Was ist ein Fahrberater für Senioren?
  • Fahrausweis in Japan

Zur besseren Lesbarkeit habe ich mich für die Bezeichnung „Senior“ entschieden. Seniorinnen sind selbstverständlich immer mit gemeint.

Was ist ein Fahrberater für Senioren und verantwortungsbewusste Fahrzeuglenker?

Fahrberatung

Grundziel soll das Senken der Verkehrsopferzahlen auf unseren Strassen sein. Je früher der Kontakt zwischen Fahrer und Fahrberater hergestellt wird, desto früher können im Zeitalter der unbefristeten Fahrerlaubnis allfällige Fahr-und Verkehrsdefizite ausgeglichen und Unfälle vermieden werden.

Sicheres Lenken von Fahrzeugen bedingt ein reibungsloses Funktionieren des Regelkreises „Fahrer –Fahrzeug -Strasse“.

Während sich die Segmente „Fahrzeug -Strasse“im Laufe der Zeit meist positiv entwickeln, baut der Fahrzeuglenker seine Fahrtauglichkeit und Fahrkompetenz mit zunehmendem Alter stetig ab. Dies hat zur Folge, dass der eben erwähnte Regelkreis gestört wird und Gefahren für alle Verkehrsteilnehmer nach sich zieht.

Die Senioren sind im Vergleich zu Jung-und Neulenkern keine Risikogruppe im Strassenverkehr. Pro gefahrenem Kilometer ist jedoch eine erhöhte Unfallrate festzustellen.

In den nächsten Jahrzehnten wird der Anteil von Senioren im Strassennetz stark steigen.

Im Jahr 2005 starben 108 über 64-Jährige an den Folgen eines Verkehrsunfalls, 595 wurden schwer verletzt. 4 von 10 der schwerverletzten und der tödlich verunglückten Senioren waren als Fussgängerunterwegs. In den letzten 10 Jahren reduzierte sich die absolute Zahl der schwer oder tödlich verunfallten Senioren um 30%.

Fahrfertigkeit ist selbst im hohen Alter trainier-und optimierbar, sofern keine schwerwiegende neurologischen, psychiatrischen, ophthalmologischen(Augenheilkunde) oder orthopädischen Erkrankungen vorliegen.

Die Fahreignung ist bei gesunden Personen bis zu einem Alter von80-85 Jahren meist nicht eingeschränkt, und die physiologischen altersbedingten Veränderungen können recht lange kompensiert werden. Der gesunde Hochbetagte kann in den meisten Fällen (über 90%) seine Defizite erkennen und verzichtet bei Erreichen der Leistungsgrenze oftmals freiwillig auf das Fahren.

Gründe:

Als erstes muss festgehalten werden, dass ältere Fahrer meist seit Jahrzehnten nicht mehr mit den neusten Strassenverkehrsgesetzgebungen konfrontiert wurden.
Dies führt zu einer gewissen Verunsicherung, welche Nährstoff für eine unsichere Fahrweisebietet.

  • Wer selten fährt und sich nicht weiterbildet, dem mangelt es an Fahr- und Verkehrspraxis.
  • Wer keine Fahrpraxis hat, fühlt sich unsicher.
  • Wer sich unsicher und überfordert fühlt, erzeugt Angstgefühle und wirkt unkonzentriert.
  • Die Angst beim und vor dem Fahren nimmt weiter zu und kann zu schweren Unfällen führen.

Weiter zeigen sich bereits mit Sechzigdie ersten Altersbeschwerden. Ein steifer Rücken, eine leichte Sehstörung oder vermehrte Ermüdbarkeit sind die ersten Anzeichen. Mit Siebzig ist die Gesundheit manchmal schon deutlich eingeschränkt. Eine Herz-Kreislauferkrankung, eine abgenutzte Hüfte oder eine Stoffwechselstörung wie die Zuckerkrankheit verlangt ärztliche Behandlung, Einschränkungen im Alltag und gewisse Vorsichtsmassnahmen. Die Fahrtüchtigkeit (körperlicher und geistiger Zustand) kann wegen derartigen Krankheiten periodisch ungenügend werden.

Mit Achtzighaben die Altersbeschwerden bei einer Mehrzahl deutlich zugenommen und Krankheiten schränken die Gesundheit derart ein, dass die allgemeine Fahrtüchtigkeit ungenügend geworden ist, d.h. man nicht mehr geeignet ist, ein Fahrzeug zu lenken. Allgemein wächst beim Senior die Überzeugung, dass es besser ist, den Führerausweis beim Strassenverkehrsamt abzugeben.

Die Fahrausweisentzüge bei Rentnern nehmen zu.

Letztes Jahr ( 2007) sind insgesamt 72‘051 Billette entzogen worden-fast gleichviel wie 2006. Deutlich öfters mussten aber Rentner das Permisabgeben. Die Zahl der über 70-Jährigen stieg um 17,2 Prozent auf 3‘253 Fälle.

Lösungen:

Grundzielsoll, wie eingangs erwähnt, das Senken der Verkehrsopferzahlenauf unseren Strassen sein. Je früher der Kontakt zwischen Fahrer und Fahrberater hergestellt wird, desto früher können im Zeitalter der unbefristeten Fahrerlaubnis, allfällige Fahr-und Verkehrsdefizite ausgeglichen und Unfälle vermieden werden.

Die generelle Beurteilung eines Patienten auf Verkehrstauglichkeit bei einer ärztlichen Untersuchung verlangt vom behandelnden Arzt immer grosse Sorgfalt, umfassendes medizinisches Wissen und Kenntnissedes sozialen Umfeldes. Weil sich ein Untersuchungsergebnis in der Arztpraxis manchmal nicht einfach auf die Situation beim Autofahren ableiten lässt, haben Hausärzte und interessierte Fahrlehrer die Initiative ergriffen, besonders älteren Fahrern manchmal eine freiwillige Fahrberatung zu empfehlen. Bei der Fahrberatung unternimmt der Senior mit einem speziell ausgebildeten Fahrlehrer eine Probefahrt, bei welcher alle verkehrsrelevanten und gesundheitlichen Aspekte im Strassenverkehr getestet werden. Für den Arzt, der sich ein umfassendes Bild über den Patienten machen will, ist es wichtig zu wissen, welche Vorsichtsmassnahmen und technische Verbesserungenwährend der Probefahrt besprochen wurden.

Die Resultate des Fahrberaters sind lediglich als momentane Bestandsaufnahme zu werten und dürfen die medizinische Kontrolle (Fahreignungsprüfung)nach Art.27 VZV nicht beeinflussen oder tangieren, d.h. bei der obligaten vertrauensärztlichen Kontrolluntersuchung soll eine allfällig vorher durchgeführte freiwillige Fahrberatung nicht gewertet werden. Der Hausarzt als Gutachter des StVA muss bei der Beurteilung der Fahreignung eines Probanden ausschliesslich auf die med. Kontrolle (Art.27 VZV) abstützen.

Die freiwillige Fahrberatung ist allgemein zu empfehlen bei: unsicherem Fahren, Altersbeschwerden, die das Fahren beeinträchtigen können. Nach schweren Krankheiten, nach Unfällen und Operationen oder vor einer amtlich angeordneten Kontrollfahrt. Weiter steht dieses Spektrum allen interessierten und verantwortungsbewussten Fahrzeuglenkern offen, welche Ihre Kenntnisse auf den neusten Stand bringen wollen.

Ablauf:

Der Fahrberater fährt mit dem Probanden in dessen Fahrzeug, einen in zehn Segmente gegliederten Fahrparcour ab. Jedes dieser zehn Segmente beinhaltet ein Thema, welches für einen älteren oder interessierten Fahrer relevant ist. Die Dauer der Fahrt beträgt ca. 60 bis 90 Minuten. Zum Abschluss der Beratung gehört das gemeinsame Ausfüllen des Beraterformulars, welches der Senior seinem Hausarzt ggf. übergeben kann.

Erfreulicherweise wenden sich immer mehr verantwortungsbewusste Fahrzeugführer ohne ärztlichen Rat an Fahrberatungen, um als Prophylaxe oder zum Auffrischen ihrer Verkehrs- und Fahrkenntnisse Defizite auszugleichen. Weiter könnte ich mir vorstellen, eine Beratung bei der Übergabe eines Neu- oder Occasionsfahrzeuges einzuflechten. Wir dürfen im Zeitalter der unbefristeten Fahrerlaubnis nicht warten bis die Administration reagiert; wir als Fachleute müssen frühzeitig agieren bzw. besorgt sein, dass der Kontakt zum Fahrberater weit vor dem Seniorenalter hergestellt wird.

Konklusion:

  • Wer selten fährt und sich nicht weiterbildet, dem mangelt es an angemessener Fahr- und Verkehrspraxis.
  • Wer keine Fahrpraxis hat, fühlt sich unsicher.
  • Wer sich unsicher und überfordert fühlt, erzeugt Angstgefühle und wirkt unkonzentriert.
  • Die Angst beim und vor dem Fahren nimmt weiter zu und kann zu schweren Unfällen führen.

Der Fahrberater ist nicht der Experte, der auf Grund eines Testes über den Entzug des Führerausweises entscheidet. Er schenkt dem Probanden vielmehr Vertrauen und Verständnis und gibt durch eine kompetente Beratung wichtige Hinweise zur Verbesserung der Fahrtüchtigkeit. Bei Zweifeln ist der Fahrberater aber auch in der Lage ein negatives Resultat überzeugend zu erklären und den Fahrzeugführer auf die grosse Fahrverantwortung gegenüber den Verkehrspartnern und sich selber (inkl. Passagiere) anzusprechen.

Dank dieser Beratung wird die Chance genutzt, dass z.B. der Senior so lange wie möglich am Verkehrsgeschehen aktiv und sicher teilnehmen kann.

Vorteile:

  • Nützlicher Beitrag zur Verkehrssicherheit
  • geringer Aufwand, grosser Nutzen
  • Die Abklärung beim Fahrberater ist freiwillig; der Nutzen garantiert, denn er hilft ohne Druck, sich für den richtigen Weg zu entscheiden.
  • Neutrale diskrete Beurteilung
  • Sie fahren mit dem eigenen Fahrzeug zu einer selbst gewählten Tageszeit, die Sie vorgeben.
  • Sie können alle Fragen rund ums Fahrzeug, den Gesetzesbestimmungen (amtlich angeordnete Kontrollfahrt) und dem Verkehrsgeschehen usw. stellen.
  • Sie werden neue Errungenschaften in technischer Hinsicht erfahren (z. B. Nanolackauf Windschutzscheibe, Notfallhandys, CO2 Einsparungen durch ECODRIVE usw.). Sie sind wieder auf dem neusten Stand!
  • Mehr Sicherheit für alle.

Einsicht in die Liste:

www.fahrberater-sfv.ch

In Japan muss der Fahrausweis alle 5 Jahre erneuert werden!

Im 2007 verursachten in Japan Autofahrer über 65 rund 100‘000 Autounfälle. Besonders auf den stets überlasteten Strassen von Tokio hat die Zahl der Unfälle, in die über 70-jährigen verwickelt waren,

seit dem Jahr 2000 um mehr als 30% zugenommen. Dies obwohl die Gesamtzahl der Unfälle gesunken ist.

In Japan muss man den Fahrausweis alle 5 Jahre erneuern, sich dabei einem Sehtest unterziehen und sich eine Lektion über die Verkehrssicherheit anhören. Wer gebüsst wurde, oder Unfälle verursachte, sogar mehrere Stunden.Über 70jährige erhalten dabei einen separaten

Vortrag, welcher auf die Risiken im Alter hinweisen.

Die Polizei in Tokio wird nun eine Kampagne starten welche die älteren Leute zum freiwilligen Verzicht des Autofahrens auffordert.

So wird sie mittels Sponsoren alte Leute belohnen,die auf ihr „Permit“ verzichten

Bisher konnten 39 Firmen zum Mitmachen gewonnen werden.

Alte Leute welche eine polizeiliche Bestätigung vorweisen, dass sie das Selberfahren aufgegeben haben, werden künftig in mehreren Hotels und Restaurants, etwa einer Pizzeria-Kette, Rabatte erhalten und vielerorts geringere Eintrittspreise zahlen. Eine Bank offeriert ihnen gar 0,1%höhere Zinsen.

Die Warenhäuser Isetan und Mitsubishi liefern den Verzichtwilligen ihre Einkäufe umsonst nach Hause.

Andere Länder andere Sitten, aber die Strategie stimmt und diese wäre problemlos auch in der Schweiz applizierbar. Als Hauptsponsoren würden sich z.B. die SBB, die MIGROS/COOP/ALDI sowie die Versicherungsgesellschaften sicher gut ergänzen.

 

 

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